Dein selbstbestimmtes Leben als Trainingszeitmillionär - Teil I

Ein exklusives Interview zu seinem neuen Seminar und Coaching-Konzept „Trainings-zeit-Millionär“, welches mit Profisport-kletterer Jürgen Reis am 26. und 27. Juli 2014 telefonisch stattfand. Die gekürzte Niederschrift von zwei 45-minütigen Telefonaten, präsentiere ich Euch nun in zwei ausführlichen Blog-Beiträgen. Einen A-Tagesplan vom 26. Juli 2014 mailte mir Jürgens Redaktionsteam zusätzlich als Bonus.

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, wollte ich immer Fußballprofi werden. Mein größter Traum: täglich dem Ball hinterherjagen zu können. Ich spielte mehrmals pro Woche, mehrere Stunden pro Tag. Für mich gab es nichts Besseres! Direkt von der Schule schnell nach Hause, Fußballschuhe einpacken und ab auf den Fußballplatz!
Doch mein Talent reichte definitiv nicht für den großen Sprung. Irgendwann kickte ich »nur« noch hobbymäßig, obwohl mich weiterhin das Profi-Leben faszinierte: Täglich seiner größten Leidenschaft nach zu gehen und ein Umfeld bzw. die Infrastruktur abgestimmt auf den Sport – (m)ein Traum! Es dauerte 15 Jahre: Mittlerweile lebe ich den Profi-Lifestyle. Meine Leidenschaft für Sport ist geblieben und er bildet einen der wichtigsten Bestandteile meiner Woche. Zwar ist es jetzt vor allem der Kraftsport, der mich in seinen Bann zieht. Doch auch Fußball und andere Ballsportarten stehen regelmäßig auf dem Programm. Mir verhilft der Trainingszeit-Millionärs Lebensstil zu einem nie dagewesenen Energielevel – sowohl körperlich als auch geistig. Als Coach bin ich auch »beruflich« dem Sport treu geblieben: Ich arbeite mit professionellen Boxern (u.a. Welt- und Europameistern) und mit der Bundesliga Handballmannschaft vom VFL Oldenburg zusammen. Zu meinen Coachies zählen ausgewählte Menschen, denen es Ernst ist und die Ziele erreichen. Ich genieße ein wunderbares Familienleben mit meiner Frau und zwei Kindern auf dem Land. Statt vier Mal pro Woche ins Gym zu gehen, bin ich täglich sportlich aktiv. Ich komme auf 16-18 qualitative Trainingsstunden. Meine Lebensbereiche fließen in einander und alles agiert als großes Ganzes! 

Du fragst dich bei der Überschrift wahrscheinlich, warum ich meine Story erzähle?! Nun, in dem folgenden Interview geht es genau darum. Mein Mentor, Jürgen Reis, führte mich hin zum Trainingszeit Millionärs Dasein. Durch das Gesetz der Anziehung und die Fokussierung auf meinen optimalen Lifestyle, öffneten sich mir ganz neue Möglichkeiten. Aus diesem Grund bat ich Jürgen Reis zu einem Interview, aus dem letztendlich zwei Teile entstanden. Er lebt seit über zwei Jahrzehnten seinen Traum als Profi-Kletterer.  Er machte dutzende Coachies zu Trainingszeitmillionären. Nun  hat er sich entschlossen, das wertvolle und bisher kaum zugängliche Wissen in Coachings und Seminaren weiterzugeben. Dieses Interview liefert erste spannende Informationen. Es kann euch dem Trainingszeit-Millionärs Dasein einen großen Schritt näher bringen! Viel Spaß!

Sebastian: Hallo Jürgen, vielen Dank, dass Du Dir Zeit für ein Interview genommen hast! Auf die »Gefahr« hin, dass der eine oder andere Leser Dich bereits kennt: Wer bist Du, was machst Du?

Jürgen: Hallo Sebastian. Der eine oder andere Leser wird mich bereits kennen. Daher möchte ich heute mit einer bisher unveröffentlichen, persönlichen Ge-schichte beginnen: Ich war 19 Jahre alt und es war ein regnerischer Herbsttag. Wenige Wochen zuvor hatte ich beim Int. Rockmaster Kletterwettkampf in Arco (Italien) die weltbesten Kletterer – u.a. den damaligen Super-Rockstar François Legrand – live gesehen. Das war’s! Das wollte ich werden und sein: Ein Profi-Wettkampfkletterer. Es war vormittags und ich hatte soeben, nach einem Jahr, bei einem gut laufenden Unternehmen – mit überdurchschnittliche Gehalt – an jenem 30. September 1995 meine Kündigung eingereicht. Als ich nach Hause kam, traf ich niemanden im Elternhaus an. Ich packte Klettersachen ein und "büchste" aus. Ich machte mich auf den Weg ins Klettereldorado »nördliche Frankenjura« bei Nürnberg. Das kletterfanatische Umfeld steckte mich sofort, genau wie zuvor in Arco, an. Doch bin ich ein denkbar schlechter Ausreißer (lacht). Nach zwei Tagen rief ich meinen Vater an. Er fragte mich nur ganz gelassen: »Wann kommst du wieder nach Hause?«. Ich antworte: »Papa, ich habe hier noch etwas zu erledigen. Gib mir noch ein paar Tage Zeit.«. Er antwortete mit einem weiteren, ruhigen: »Okay.«. Was ich zu »erledigen« hatte, war meine erste Tour – ich war damals Vorarlberger Landesmeister – im unteren neunten Grad zu klettern. Dies gelang mir bereits am nächsten Tag und zwar auf Anhieb! So fand ich mich schon zwei Tage später wieder im Dornbirner Elternhaus ein. Mein Vater ließ mich ausschlafen und am nächsten Vormittag folgte freilich eine wohl nicht alltägliche »Besprechung«. 


»Den normalen Weg habe ich seit meinem 19. Lebensjahr verlassen.

Und den Schritt habe ich NIE bereut!«


Er schaute mich mit einem, mir wohl bekannten väterlich ernsten Blick an und fragte: »Was hast du jetzt vor, Jürgen?«. Ich schluckte tief, weil ich nicht wusste, wie er reagieren würde: »Papa, ich will sehen, wie weit ich in meinem Sport kommen kann ...«. Mein Vater schwieg und es folgten weitere, prüfende Blicke. Schließlich lächelte er und erwiderte gelassen und dennoch überzeugt: »Jürgen, an Deiner Stelle würde ich es auch machen. Du bist jung. Und einen Bürojob bis zur Rente, kann ich mir bei Dir nicht vorstellen!«. Aufatmen. Der wichtigste Mentor meines Lebens hatte soeben grünes Licht gegeben, für ein Leben für und mit dem Sport. Ich durfte weiterhin im Elternhaus wohnen und Schritt für Schritt meinen Weg finden. Weitere Unterstützung, z.B. in Form von Geld, nahm ich keine an. Auch in ab und zu finanziell grenzwertigen Zeiten meiner Selbstständigkeit, wo er es mir angeboten hatte. So begann mit 19 für mich eine spannende Reise als Kletterprofi und Trainingszeit-Millionär. Diesen August werde ich 38 ...

Sebastian: Diese Erzählung ist selbst mir neu, Jürgen. Du bist Deinen Weg konsequent gegangen und hast Dich nach Deiner Entscheidung vor 19 Jahren nie wieder umgedreht. Gib vielleicht einen kurzen Überblick, was Du seitdem erreicht hast, um an die Eingangsfragen anzuschließen.

Jürgen: Na klar, Sebastian. Ich kann derzeit auf über 150 Kletterwettbewerbe, diverse nationale Siege, sowie einer Top-10-Platzierung bei einem Weltcup zurückblicken. Details hierzu auf meiner Homepage (Anm. d. Redakteurs: Hauptmenüpunkt „persönlich“. Auch am Felsen war ich für meine Verhältnisse als Spätstarter in diesem Sport, denke ich, recht erfolgreich – bis in den unteren 11. Grad führte der Weg in dieser Disziplin. Sportklettern ist jedoch auf alle Fälle eine Sportart, die Arbeit nebenbei erfordert. Ich war nie in der Lage meinen Sport nur über Preis- und Förderungsgelder noch Sponsoring zu finanzieren. Als Coach und Buchautor – es entstanden fünf Bücher (Peak Trilogie und Power Quest I und II sowie eine DVD - Peak-Days) – konnte ich mir auch meine finanziellen Träume, wie ein großes Appartement, erfüllen. Fazit ist: Den »normalen« Weg habe ich bereits als Teenager, nach nur einem Jahr »normaler Arbeit« verlassen! Und diesen Schritt habe ich, trotz Hochs und Tiefs, die wohl nun einmal zu Sport, Selbstständigkeit und zum Leben gehören, nie bereut.

Sebastian: Wie für jede Tätigkeit hast Du für dieses Telefonat ein Zeitlimit gesetzt und mich gebeten, das Interview auf 45 Minuten zu begrenzen. Dein Tag ist durchgeplant und eindeutig dem Sport gewidmet – ein Erfolgsgeheimnis auf diesem Weg. Verrate meinen Lesern den genauen Ablauf eines solchen A-Tages und wie, bitteschön, Du so viel trainieren kannst:


»Until you succeed«

Jürgen: An meinen Trainingstagen steht das Training der recht komplexen Kraftausdauersportart Wettkampfklettern bzw. deren Aufbaudisziplinen wie z.B. Bouldern oder Speedklettern für mich seit fast zwei Jahrzehnten an erster Stelle. Wie Deine Leser dem beigefügten Tagesplan (siehe am Ende des Interviews) entnehmen können, sind bei mir jedoch auch sonst ein Großteil meiner Tätigkeiten zeitlich genau geplant und auch mit Anfangs- und Endtermin »abgesteckt«. Doch für das Training, insbesondere für die Haupt-einheit, wie heute das Systembouldern, gilt: Pünktlicher Trainingsbeginn – logisch. Pünktlich beenden? Nicht unbedingt: »Until you succeed«. Qualität bedingt Quantität – speziell in meiner Disziplin, dem Lead- bzw. Vorstiegsklettern. Und ich behaupte nicht, dass in allen Sportarten so umfangreich trainiert werden muss. Doch das Wettkampfklettern erfordert, so zumindest meine Erfahrung, definitiv ein gewisses Volumen. Und ... wie das Gesetz der Anziehung heute »zufällig« so wollte, spielte mein MP3-Player am Ende gleich zwei Mal das passende Lied der Toten Hosen: »An Tagen wie diesen ...«

Sebastian: ... haben wir noch ewig Zeit... 

Jürgen: ... genau! Ich nahm mir auch heute ganz einfach die Zeit, die es braucht. Beim Training zu hetzen bzw. gegen die Uhr zu arbeiten, führt eher zu Verletzungen, statt zu einem persönlichen Rekord. Und solch einer war heute, exakt mit den letzten Versuchen bzw. der finalen Toten-Hosen-Verlängerung, wieder einmal drin. Doch klar ist: Genauso sollte niemals Langeweile aufkommen. Das Training darf Spaß machen. 

Sebastian: Also hältst Du nichts von den maximal 45-minütigen Workouts? 

Jürgen: Wir sprechen hier bewusst von Training, nicht von Workouts. Dieses Wort impliziert das Wort Arbeit. Und Training ist für mich Lebensfreude pur – keine Arbeit. Doch ich gebe Dir Recht Sebastian: Das Schlimmste sind für mich diese Quick-Fix-Workouts, in denen so viel wie möglich auf Teufel komm raus und Huschpfusch »abgehakt« werden soll. Vor allem aus Angst vor der katabolen Phase. Als Trainingszeitmillionär gehe ich meiner Leidenschaft nach. Das Training dient mit meinen Leistungszielen, die sich immer am nächsten Kletterwettkampf orientieren, nicht dem guten Aussehen oder ein paar mehr Muskeln. Es geht um Leistung und natürlich um Freude am Training. Ich genieße diese Stunden und sehe sie nicht etwa als Aufopferung oder gar als Arbeit an. Gerade im Sportklettern beginnt nach einer Stunde intensivem Aufwärmen doch erst die Einheit so richtig.


Sebastian: Da gebe ich Dir absolut Recht, Jürgen. Sowohl im Gewichtheben als auch Turnen durfte ich bereits einige ausgedehnte Einheiten miterleben bzw. nach Deinen System, z.B. Deinem Japaner-Workout-Regime, mit Dir mittrainieren. Auch im Kraftdreikampf lassen sich die meisten Trainingseinheiten nicht innerhalb von 45 Minuten »abspulen«. Immerhin werden hier Fähigkeiten und technische Elemente trainiert.


Jürgen: Noch einmal: Wir sprechen hier von einem technisch anspruchsvollen Kraft- bzw. hoch laktaziden Kraftausdauersport, nicht von »Kardiosport«, wo Kilometer abgespult werden oder einem Fitness-Studio Verbrennungs-Workout. Leistung bringen und große Ziele setzen und erreichen steht im Vordergrund. Mein aktuelles Ziel ist der nächste internationale Wettkampf: am 28. August sind die Rockmaster Open in Arco angesagt. Mein Vater wird als Betreuer und Zuschauer vor Ort sein. Und wenn immer derzeit dieser Gedanke kommt, gehen im Boulderraum oder am Campusboard einfach noch einmal ein paar Prozent mehr – auch nach mehreren Stunden des hoch intensiven Trainings. Und selbst für die für mich sehr wichtigen Ausgleichseinheiten, wie der Berglauf & Co., reicht der Energietank locker aus. Bei mir war es sicherlich eine Frage der Konditionierung und auch der schrittweisen Adaption an die zweifelsohne physisch und mental anspruchsvollen Trainingstage über die Jahre. Doch denke ich, dass hier viele ihr Potenzial weit unterschätzen. Bei genügend Zeit und guten Mentoren bzw. Trainern ... ich sage nur: Ich bin garantiert kein Übertalent – eher ein »Arbeiterathlet«, der dennoch das Training, wie vorhin erwähnt, eben nicht als Arbeit, sondern als Trainingszeit-Millionärs-Luxus sieht (lacht).

Sebastian: Da Du dennoch das Wort »Arbeit« ins Spiel brachtest: Du erwähntest eingangs, dass Du nicht vom Klettersport leben kannst. Dem Tagesprotokoll entnehme ich keine einzige Arbeitsstunde. Wann genau arbeitest Du eigentlich?

Jürgen:  Das Interview mit Dir Sebastian verbuche ich schon unter »Arbeitszeit«. Solche Termine fallen bei mir unter Kommunikation bzw. Interviews. Das gehört zum Profi-Sport einfach dazu. Hierfür veranschlage ich ca. zwei Stunden pro Woche. Weitere zweieinhalb Stunden widme ich Schreibarbeiten, wie z.B. für das Peak Time 2 Manuskript und Konzepte für meine Seminare. Wobei ich hier lediglich für Fakten sorge und mein Team meist die Textausarbeitung und das Lektorat übernimmt. Ca. fünf Stunden nehme ich mir für meine Coachies. Und wer meine Coachings kennt, weiß, warum ich diese Zeit begrenze ...


Sebastian: ... in der Tat. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie viel Energie in Deinem Coaching steckt. Dazu sind nur Wenige in der Lage...


Jürgen: Danke Sebastian. Auch hier zählt für mich wieder: Qualität! Ich coache nie mehr als fünf Athleten parallel. Zudem führe ich im Zweiwochen-Rhythmus eine Teambesprechung mit meiner administrativen Leiterin Rosi Winder – was auch du bereits Live bei einem Deiner Trainingslager in Dornbirn miterleben durftest – durch. Zu guter Letzt verbringe ich noch zwei Stunden mit den Vor- und Nachbereitungen sowie den Interviews für den Non-Profit-Podcast Power Quest. Das sehe ich einfach als meinen »ehrenamtlichen Beitrag«, vor allem für die Sportjugend aber auch für Kraftsportbegeisterte im Allgemeinen. Die Welt des Sports gab mir unglaublich viel! Die Podcasts sind für alle, so denke ich, ein wertvoller Weg »Danke« zu sagen und etwas zurück zu geben.


Sebastian: Erstaunlich, wenn ich das zusammenrechne, kommst Du auf »nur« 11-12 Arbeits-stunden pro Woche! Das ist nach gängiger Meinung eher das Tagespensum eines »erfolgreichen« Selbstständigen.


Mit 25 Wochenstunden zum drittreichsten Erdenbürger!?


Jürgen: Ich bin da anderer Ansicht! 12 Stunden könnten, selbst mit hohen finanziellen Ansprüchen, an sich ausreichend sein. Die Frage ist, was daraus gemacht wird. Zur Verdeutlichung ein Beispiel, welche meine eigene Arbeitseffektivität garantiert weit übertrifft, bzw. müsstest Du wohl einige »Nullen« an meine monatlichen Umsatzzahlen anhängen Sebastian (lacht): Einer der erfolgreichsten Unternehmer der Neuzeit war Andrew Carnegie. Gemäß heutiger Kaufkraft (Anm. des Redakteurs: 75 Milliarden Doller) der drittreichste Mann der Erde. Nach meinen Recherchen beschränkte sich seine Arbeitswoche auf 25 Stunden. Neben einer Mittagspause hielt er sich den ganzen Abend sowie das Wochenende ausschließlich für seine Familie frei. Im Sommer verbrachte er bis zu drei Monate in Schottland – um Schafe zu züchten. Andrew Carnegie, und ich könnte noch weitere Erfolgsmenschen nennen, sah Erfolg nicht in der Quantität, sondern der Qualität seiner Arbeit. Hätte er mehr gearbeitet, wäre er sicherlich unzufrieden gewesen bzw. seine Lebensqualität wäre wohl aus seiner Sicht unter die Räder gekommen. Glücklichsein ist die Voraussetzung für alles weitere ... selbst Geld bzw. immenser finanzieller Erfolg und ein Lebenswerk, das seinesgleichen sucht, ist definitiv nicht mit einer gewissen Anzahl Wochenarbeitsstunden verbunden.


Sebastian: Was bedeutet für Dich »finanzieller Erfolg«?


Jürgen: Ich bin und werde evtl. niemals ein Millionär sein. Das ist sicherlich nicht mein Primärziel, da ich ganz einfach keinen Grund dafür sehe. »Ketten aus Gold fesseln ebenso wie die aus Eisen«, lehrte mich ein Mentor. Momentan würde mich mehr Besitsogar eher belasten. Auch die österreichische Band S.T.S. singt in Ihrem Song „Wohin die Reise“: »A Haufen nagelneue Autos, a Haufen zwid‘re G‘sichter drin ...« (Anm. d. Redakteurs: „zwid‘re“ bedeutet verdrossen; mit langer Miene). Mir gehört ein fast 100 Quadratmeter großes Appartement im Herzen einer der teuersten Städte Österreichs. Ausblick auf den Bodensee und die Schweizer Alpengipfel vom 8. Stockwerk inklusive! Des Weiteren besitze ich zwei Top Marken-Fahrräder sowie erstklassiges Trainings- und Office- bzw. IT-Equipment. Ein Auto brauche ich für meinen Lifestyle nicht! Heutzutage kann ich (fast) alles mit Bahn und Flugzeug erreichen. Zudem komme ich so viel entspannter an meinen Zielen an! Außerdem gönne ich mir den Luxus von gut 10 Std. Nachtschlaf plus autogenes Training etc. So bin ich normalerweise jeden Tag top-fit und kann mein Leben wirklich genießen. Es gibt zahlreiche glückliche Lebensmodelle: für jeden bedeutet Glück etwas anderes. 


»Trainieren – Regenerieren – wertvolle, selbst bestimmte Lebensinhalte ...
für jeden bedeutet Glück etwas anderes«


Sebastian: Stimmt! Dein Private-Coaching bzw. speziell Deine Version des Gesetzes der Anziehung sind quasi ideal auch auf den finanziellen Bereich übertragbar. Auch wenn dies nicht unbedingt mit anschließender »Knochenarbeit« zu tun hat – Gott sei Dank. Doch auch in Bezug auf »weniger ist manchmal mehr«, hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Nachdem ich mir meiner Werte bewusst wurde und mit meiner Familie klärte, was wir wirklich brauchen, wurde alles viel greifbarer. Innerhalb einiger Monate erfüllten wir uns erste Träume! Und es war kein immenser finanziellen Aufwand notwendig. Kannst du meinen Lesern konkrete Tipps mit auf den Weg geben, um erste Schritte in diese Richtung zu gehen? 


Jürgen: Klar, neben den o.g. Grundsatzfragen, rate ich dem Leser sich folgende Fragen zu beantworten: 

1. Definiere: Wie viel Geld brauche ich für meinen Lifestyle? 

2. Wie kann ich dieses, meiner Fähigkeiten und Begabungen entsprechend, am effektivsten verdienen (Empfehlung des Redakteurs: Power-Quest.cc Podcast #271 mit Sven Albinus)?

3. Wer kann und will mir helfen?
Insbesondere für Selbstständige (oder die es werden wollen) ist Punkt drei essenziell. Es gilt in meinen Augen möglichst rasch, ein begeistertes und von Deiner Vision fasziniertes Team aufzubauen bzw. begabte und motivierte Helfer dafür zu finden. Selbstständig heißt eben nicht selbst und ständig! Dies wurde mir durch ein Seminar bei unserem gemeinsamen Finanzcoach Bodo Schäfer deutlich. Er sagte damals, dass sich jeder Selbständige bzw. Unternehmer Helfer suchen sollte. Während andere Teilnehmer teilweise nur grinsten, schrieb ich es mir auf die To Do Liste. Bereits eine Woche später hatte ich meinen ersten »Helfer« – einen IT-begeisterten Schüler. Ich muss nicht alle Arbeiten selbst verrichten. 

Sebastian: Das spart wertvolle Zeit und somit auch Geld! Du erwähntest gerade Dein Team, aber auch Mentoren und Vorbilder wie Bodo Schäfer, zuvor Deinen Vater und François Legrand: Wie wichtig sind Mentoren bzw. wie wichtig ist das Umfeld?

Jürgen: In meinem Leben spielen Mentoren sicherlich eine entscheidende Rolle. Ein weiser Spruch lautet: Du bist die Summe der fünf Menschen, mit denen du dich die meiste Zeit umgibt! Mein Vater war, bzw. ist jemand, der seinen eigenen Weg geht. Sicher machte er mir es dadurch einfacher, meinen Weg zu gehen. Er gab mir immer wieder zu denken in Bezug auf »worum geht’s wirklich im Leben«. Teilweise war ich in meinen Azubi-Jahren und auch in meinem Jahr als angestellter Sachbearbeiter sicherlich zu materialistisch eingestellt. Auch später, wo ich drauf und dran war, wieder mehr Energie in mein damaliges IT-Unternehmer zu investieren, erinnerte ich mich stehts an mein großes Ziel, das ich ihm damals im Oktober 1995 mitgeteilt hatte. Und zu Deiner weiteren Fragestellung, Sebastian: Meine Erfahrungen zeigen, egal was es kostete und selbst wenn ich „nur“ für ein paar Tage um den halben Globus flog: Besuche bei meinen Mentoren und Vorbildern waren fast immer ein 100%-Garant für den entscheidenden, nächsten Level. Oft war jedoch nicht einmal eine Weltreise von Nöten. Gerade am Anfang gilt: Suche Dir Mentoren, die greifbar sind. Dennoch: Sei sehr selektiv! Wer ist der Beste? Du hast nur begrenzte Zeit zu lernen bzw. dich coachen zu lassen. Für mich spielten in Bezug auf Klettern die Weltcupsieger Andreas Bindhammer und François Legrand eine wichtige Rolle. Für die Verwirklichung des Trainingszeit Millionärs-Lebens waren beispielsweise Clarence Bass, Marty Gallagher und eben mein eigener Vater entscheidende Persönlichkeiten. Klar ist in meinen Augen: Du brauchst Leute um Dich, die das bereits erreicht haben, was Du erreichen willst. Die Dich anspornen, es sogar besser zu machen, als sie es realisierten. Wo und wie lernt ein Adler zu fliegen und sein volles Potenzial zu entfalten? Doch wohl kaum im lauwarmen Ententeich namens Komfortzone ...


»Du brauchst Leute, die das erreicht haben, was Du erreichen willst!«


Sebastian: Apropos Traingszeitmillionär: Dieser Begriff fiel des Öfteren in diesem Interview und bereits auf einigen Podcasts. Dank Deiner bisherigen Antworten konnten die Leser einen ersten Eindruck gewinnen. Zudem bietest du am 18. Oktober 2014 sowie am 14. Februar 2015 erstmalig ein Tagesseminar zu diesem Thema an. Erkläre uns bitte: Was ist ein Trainingszeit Millionär? Was macht ihn aus?


Jürgen: Ein Trainingszeitmillionär führt ein selbstbestimmtes Leben, bei dem das Training an erster Stelle der Wochenplanung steht. Er holt ein Maximum an Lebensqualität und Lebensglück aus jedem einzelnen Tag heraus – für sich und sein Umfeld. 

Im PDF-Ebook auf www.trainingszeit-millionär.com (Seite 20) findet ihr ein Zitat einer meiner soeben erwähnten Mentoren, Bestsellerautor und Weltmeister Marty Gallagher, das es aus meiner Sicht perfekt auf den Punkt bringt, was das Ziel sein soll. Ein Trainingszeitmillionär liebt seine Tätigkeiten und sein Umfeld: Training, Erholung, Berufung (Arbeit), Familie, Freunde! Ein Trainingszeitmillionär muss nicht Zeit mit seiner Familie »opfern«, um zu trainieren. Alles fließt! Alles wirkt zusammen. Es gibt kein »entweder oder«, es existiert nur »und« ... Was meine Person als Trainingszeit-Millionär angeht: Ich denke mein Tagesplan von heute kann Deinen Lesern eine konkrete Vorstellung meines »FLOW-Lebens« geben. Und dies ist wohl gemerkt ein A-Trainingstag. Wertvolle, selbst bestimmte andere Lebensinhalte werden freilich an B- und Ruhetagen mehr Zeit eingeräumt. Dazu evtl. später mehr. (Anm. des Redakteurs: Tatsächlich fand das zweite Telefonat an einem B-Tag statt. In Teil 2 dieses Interviews geht’s auch in dessen Details).


Sebastian: Müssen in einem Trainingszeitmillionär entsprechende Weltmeister-Gene oder ein Richard Branson stecken? 


Jürgen: Sebastian, täusche ich mich oder müsstest Du dann eine ziemlich hohe Selbsteinschätzung von Dir besitzen? 

Sebastian: *lach* Da stimme ich Dir zu. Ich bringe weder das Eine noch das Andere mit. Trotzdem kann ich viel trainieren, Wettkämpfe bestreiten und mich als finanziell frei bezeichnen. 

 

Jürgen: Der Glaube, dass eine besondere Genetik erforderlich ist, ist nicht so alt wie die Menschheit, aber mindestens so alt wie die Monarchie. Das hier ist keine Verschwörungstheorie, doch wer glaubt, es wird nicht mehr in erste und zweite oder sogar dritte Klasse unterteilt, der sollte seine Augen öffnen. Substanzielle Informationen, die, auf die es wirklich ankommt, finden wir nicht im Internet oder in öffentlich zugänglichen Büchern. Du hast Auszüge aus Peak Time 2 gelesen, Sebastian. Ich habe Dir gezeigt, warum dieses Wissen zum Teil nicht veröffentlich werden darf. Rechtliche Troubles und vermutlich auch ein organisierter Shitstorm im Internet wären die Folge. Oder glaubst du, dass z.B. Trainingspläne und Strategien aus dem Spitzensport oder auch meine Version des Gesetzes der Anziehung wirklich einfach so geduldet werden würden? Du weißt, wovon ich spreche und es würde den Rahmen dieses Interviews natürlich sprengen. Doch ist das, was ich an Elite-Wissen auf Lager habe sicherlich jenseits des Mainstream – eben genau so wie der Life-Style als Trainingszeit-Millionär.

 

Sebastian: Ich kann aus meinen eigenen Recherchen bestätigen, dass die wichtigsten Informationen eben nicht preisgegeben oder, aus welchen Gründen auch immer, „Zensiert“ oder eben mies geredet bzw. geschrieben werden. Das hast Du mir mehr als einmal klar bewiesen. Aus dem »Elite-Bereich« gelangt, wenn überhaupt, gezielt unvollständiges Wissen an die Öffentlichkeit. Dies betrifft wohl alle Wissensbereiche und vor allem die des Lebenserfolgs.

 

Jürgen: Wir werden bewusst klein gehalten. »Ja, aber Jürgen es gibt doch keinen König und kein Fußvolk mehr?« Dann sage ich: »Denkt nach!«. »Aber Jürgen es gibt keine 1. und 3. Klasse mehr?« Dann sage ich nur: »Denkt noch einmal genau nach!«. Wer glaubt ihr, steuert und schreibt die Internetforen und die Rezensionsportale ... ja selbst die Wikipedia? Oder woher kamen kürzlich beispielsweise die über 90.000 (!) Löschanträge, die in den Wochen nach dem EuGH-Urteil bei Google eintrafen. Sebastian, ich gehe hier nicht weiter ins Detail, Dir lieferte ich bereits die Beweise. Ich möchte schließlich nicht, dass Dein ausgezeichneter Blog in Bedrängnis gerät. Punkt ist: Der Glaube eine besondere Genetik, geniale Fähigkeiten oder herausragende Begabung sei erforderlich ist immer noch in den Köpfen. Und warum? Aufgrund von zweit- und drittklassiger Informationen aus den Medien. In einigen Staaten wird den Arbeitern sogar kontrolliert täglich Opium verabreicht. 


»Zweit- und Drittklassige Informationen halten die Leute ruhig und klein!«


So werden die Leute »ruhig« gehalten. »Jürgen, uns sediert doch niemand mit Opium!« Aha, aber die Tageszeitung liest du? Fernsehen schaust du und auch im Internet »recherchierst« Du aus »verläss-lichen Quellen«? Auch Softdrinks, Frühstück oder Mittagessen, die dich müde machen, konsumierst Du? Es mag jetzt weit hergeholt erscheinen, aber die meisten leben auf Sparflamme, in einem System, das anders Denkende oder sog. Ausreißer skeptisch beäugt. Um auf Deine Eingangsfrage zu-rückzukommen: Es steckt viel mehr in jedem Einzelnen von uns. Nach meiner Erfahrung kann so gut wie jeder seine kühnsten Träume verwirklichen. Bei vielen meiner Coachies, die ich, wie Dich Sebastian, via meiner Interpretation des Gesetzes der Anziehung zum Trainingszeit Millionärs Dasein geführt habe, war das jedenfalls eindeutig der Fall! 

Sebastian: Ich durfte dank privater Coachings mit Dir bereits diesen Sommer deutliche Fortschritte erzielen. Deine Version des Gesetzes der Anziehung funktioniert definitiv (hierzu folgt auch noch ein Erfahrungsbericht auf meinem Blog). Auch Deine Bedenken in Bezug auf die Informationsqualität in den Medien kann ich inzwischen – fernab von Verschwörung-stheorien etc. – aus einfach nachvollziehbaren Gründen teilen. Du hast mir tatsächlich einige stichfeste Beweise geliefert, bzw. machte ich auch selbst meine Erfahrungen mit den »Wiki-Wächtern« & Co. Da wir uns dem Ende Deiner 45 Minuten nähern, und mein Moderations-bogen noch wichtige, offene Punkte aufweist, schlage ich ein zweites Interview vor. Eine letzte Frage dennoch: Kannst Du meinen Lesern bitte ein paar Details zu Deinem Tagesseminar liefern?


Jürgen: Gerne, Sebastian! Erlaube mir eben klarzustellen, dass es bei meiner Version des Gesetzes der Anziehung weder um esoterischen Guru-Schnickschnack noch um religiöse Ansichten geht. Wie Du es soeben richtig erwähnt hast, es geht schon gar nicht um obskure Verschwörungs-Schauermärchen. Dies betrifft das gesamte Konzept meiner Trainingszeit-Millionärs-Seminare, -Trainingslager und -Coachings, welches natürlich noch einiges mehr integriert. Die Sache ist real, quasi für jeden in seiner »Version« umsetzbar und die Erfolge bereits jetzt x-fach manifestiert. Wie ihr dem ausführlichen PDF auf www.trainingszeit-Millionär.com entnehmen könnt, handelt es sich auch bei den Testimonials um reale Personen. Diese haben ihre Träume verwirklicht. Es befinden sich sowohl Unternehmer, Angestellte als auch z.T. meine eigenen Mentoren und meine Coachies darunter. Die genauen Details findet ihr im E-Book bzw. auf der Homepage. Ich möchte, bevor jemand dieses Seminar bucht oder sich, wie Du auf ein Private-Coaching zu dieser Materie einlässt, dass er/sie sich ausführlich mit den Informationen befasst. Auch das Anhören des MP3-Interviews mit Profitrainer BOSSK, welches sich ebenfalls auf der www.trainingszeit-millionär.com befindet, kann zusätzliche Fakten liefern.


Sebastian: Jürgen, ich danke Dir für dieses sehr wertvolle Interview und freue mich bereits auf den zweiten Teil. 


Den minuziösen Tagesplan zum Interview-Tag, findet ihr hier:

Download
Tagesplan_JuergenReis.pdf
Adobe Acrobat Dokument 635.9 KB

Zu Teil II des Interviews gelangst du hier

Weitere, ausgewählte Webtipps rund um Jürgen Reis:


»Natural Bodybuilder Meets Climber« ist der wohl bislang erfolgreichste Youtube-Kletterfilm für Nichtkletterer und zeigt Jürgens Trainingszeit-Millionärs-Leben, wie ich es auch selbst mehrfach bei ihm erleben durfte. Zur Veröffentlichung dieses Interviews (Anfang Oktober 2014) zählte der Film über 1,4 Millionen Views! Mein Tipp: Auch seine DVD Peak-Days ist, absolut motivierend und sehenswert.


Ein weiteres, Interview, das auch viel von Jürgens Jugend und seinem »Weg zum Trainingszeit-Millionär« abdeckt, findest Du unter http://www.natural-bodybuilding.de/Athleten-Interview---Juergen-Reis.html


Die Facebook-Präsenz seiner Redaktion findest Du auf: https://www.facebook.com/jurgen.reis.5?ref=tn_tnmn


Power-Quest.cc, der größte deutschsprachige Fitness- und Kraftsport-Podcast ist unter www.Power-Quest.cc beheimatet. Unter dem Suchwort »8 Tage Trainingslager in Peak-Country für Trainingszeit-Millionär Sebastian Förster«, bzw. im Specials-Archiv (Untermenü links) findet sich ein Podcast, welcher quasi zeitgleich zur Online-Stellung dieses Textes entstand.


Fotos: © 2014 Konrad Wolff, Kurt Hechenberger, Andy Winder, Simon Liesinger, Archiv www.juergenreis.com und Sebastian Förster

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